Dienstag, 3. März 2015

1. Steampunk Jahrmarkt in Bochum - Ein Rückblick

Am letzten Samstag, dem 28. Februar 2015 fand in der Jahrhunderthalle in Bochum der 1. Steampunk Jahrmarkt statt.

Insgesamt empfand ich den Markt als eine sehr schöne Veranstaltung, wenn es auch Kritikpunkte gab.

So, was soll man sich unter einem Steampunk Jahrmarkt vorstellen. Ja, dass habe ich mich auch gefragt, einfach zusammengefasst, es war eine Indoorkirmes, die auf alt gemacht hat, und sehr viele Besucher liefen in Steampunk-Kleidung rum.

So schnell so einfach. Ich würde euch gern Bilder zeigen, aber mein Handy macht leider nicht sonderlich gute Bilder.

Dafür, dass die Veranstalter auf ihrer Webseite und auf Facebook schon fast Panik schoben, dass es so voll werden könnte, dass nicht mehr alle reinkommen, war eigentlich immer genug Raum, auch wenn es zu Stoßzeiten teilweise voll wurde. Lang waren nur die Wartezeiten an den Buden und den Fahrgeschäften.


Der Eintritt betrug 15 EUR, dafür waren aber alle Fahrgeschäfte im Preis enthalten, so dass man letztlich nur Essen, Trinken und alle Buden mit Preisen bezahlen musste. Für uns alle (vom Studenten bis hin zum selbstständigen Berater) ein fairer Preis, so man die Fahrgeschäfte auch nutzte.

Die Fahrgeschäfte waren allerdings nicht wirklich originalgetreu, sondern entstammten im Allgemeinen den 30er und 40ern des 20 Jahrhunderts, also rund 40 bis 50 Jahre nach der klassischen Steampunkzeit. Dies ist sicherlich ein dicker Minuspunkt für Leute, die sehr auf Authentizität wertlegen, wer einfach nur Spaß haben wollte, dem dürfte es nicht so sehr stören.

Wirklich nervig war allerdings, dass die Musik der Fahrgeschäfte erstens nicht vereinheitlicht war, stand man also zwischen zweien, konnte es nervig werden, und zum anderen von Jazz über 50er bis 70er Jahre hin zu Schlager ging. Das es hier auch an der Authentizität fehlte, ist auf jeden Fall ein sehr massiver Minuspunkt (auch wenn der Saxophon spielende Karusselfahrer(?) seine Sache sehr gut macht, und es wirklich angenehm war)

Sehr angenehm aus meiner Sicht war es, dass es nur sehr wenig typische Fressbuden und Getränkebuden gab. (Ja, dadurch waren die Wartezeiten dort teilweise horrende, oft weit mehr als 10 Minuten) aber andererseits hielt sich so der Essensgeruch in Grenzen und es blieb mehr Platz für andere Dinge. Für wen das Bier oder die Currywurst zum Kirmesbesuch dazugehört, der hatte natürlich eher Schwierigkeiten damit.

An sonstigen Ständen gab es verschiedene Aussteller mit steampunkigem Material, und einige wenige Händler. Hier sollte aus meiner Sicht mehr geboten werden auf zukünftigen Veranstaltungen.

Der für uns wirklich große Pluspunkt, und damit, dass was für uns den Ausschlag gibt, erneut dort hin zu gehen, sind die Gäste. Die meisten sind im typischen Steampunkstil gekleidet, was viel zum gucken gibt, zum anderen war der Anteil an typischem Kirmespublikum fast gleich null. Also keine halbstarken coolen Jugendlichen, keine rumpöbelnden Besoffenen, und so weiter. Der ganze Markt lief sehr entspannt und ruhig ab, sicherlich bedingt durch Eintritt, Uhrzeit und Eintrittspreis.

Dies bedeutet in jedem Fall ein sehr gewaltiges Plus.

Insgesamt lässt sich sagen, dass der Markt eine sehr schöne Veranstaltung war, wenn man nicht zu sehr auf Authentizität aus war, weil diese war eher im geringeren Bereich. Wer also mehr Kirmes mit gut angezogenen Leuten ohne Besoffene haben wollte, war hier richtig, wer echten Dampf und Technik des 19Jhd. erleben will, ist eher nicht so ideal auf dieser Veranstaltung.

Meinen Freunden und mir hat es sehr gut gefallen, und wir freuen uns auf nächstes Jahr, wo es hoffendlich wieder eine solche Veranstaltung gibt.


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